Rivera-Palais wird zum „FrauenOrt“
Erding, 31. März - Die Stadt Erding ehrt Maria Adelheid Gräfin von Rivera mit einer besonderen Würdigung: Ein offizielles Signet als FrauenOrt am so genannten Rivera-Palais in der Münchener Straße weist ab sofort auf das außergewöhnliche Lebenswerk von Maria Adelheid Gräfin von Rivera hin. Damit wird ihr Wirken für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht und in den Fokus der regionalen Erinnerungskultur gerückt. Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Die Plakette ist weit mehr als ein Symbol – sie macht Mut, Stärke und Tatkraft von Frauen im öffentlichen Raum sichtbar.“ Scharf weiter: FrauenOrte stehen für starke Frauen und sie stehen für eine Haltung, die heute aktueller denn je ist: Gestalten statt Zögern.“
Oberbürgermeister Max Gotz freut sich über den FrauenOrt in seiner Stadt: „Ich bin mir sicher, dass die allermeisten Erdinger zwar das Rivera-Palais kennen, aber kaum die große soziale Leistung der Gräfin: Waisenkindern die wichtigsten Lebensgrundlagen zu geben und gerade in damaligen so schweren Zeiten die Chance auf ein einigermaßen würdevolles Leben zu ermöglichen. Die Würdigung der Gräfin von Rivera ist ein Fingerzeig in unsere Zeit.“ Der ausgezeichnete FrauenOrt in Erding ist Teil der landesweiten Initiative „FrauenOrte in Bayern“, die vom Bayerischen Sozialministerium ins Leben gerufen wurde.
Sozialministerin Ulrike Scharf und Oberbürgermeister Max Gotz bringen die Plakette am Rivera-Palais in
der Münchener Straße an. Foto: StMAS/Nötel
Maria Adelheid Gräfin von Rivera baute in Erding ein Palais und stiftete ein Waisenhaus. Vor dem Hintergrund des Spanischen Erbfolgekriegs trat die verwitwete Gräfin auch als Wohltäterin in Erscheinung. Deshalb stiftete sie 1722 das erste Erdinger Waisenhaus. Allerdings bestand es nur bis 1740. Das Rivera-Palais aber, in dem sie gelebt hatte, zählt bis heute zu den bedeutendsten weltlichen Barockbauten in Bayern.