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Auf dieser alten Photographie, die aus der Zeit um 1860 stammt, ist im Hintergrund das alte Erdinger Rathaus aus dem Jahr 1562 zu sehen, worin sich das erste, historisch verbürgte Archivdepot der Stadtverwaltung befand. Das historische Gebäude musste 1866 der heute noch bestehenden Schrannenhalle weichen, in der sich nun die Sparkasse befindet. Im Vordergrund ist das geschäftige Treiben auf dem Erdinger Getreidemarkt, der „Schranne“ festgehalten, die jeden Donnerstag stattfand und bis ins Jahr 1911 Bestand hatte.
Diese Urkunde vom 28. Oktober 1440 mit der skurrilen Fisch-Initiale des damaligen Stadtschreibers mit Vornamen Chunradus beinhaltet einen Kaufvertrag zwischen dem Erdinger Bürger Peter Pader und seinem gleichnamigen Sohn, einem Priester, und Hans Nidermullner aus Altenerding über 10 „Bifang“ (ein spätmittelalterliches Flächenmaß) Ackerfläche im Feld beim „Zyegelstadel“, das ein zum „Schreyberischen“ Hof gehöriger Acker begrenzte. Der bereits 1353 urkundlich erwähnte Ziegelstadel war auf dem noch heute gleichnamigen Weiler „Ziegelstatt“ gelegen und diente über viele Jahrhunderte hinweg der Stadt Erding zur Deckung ihres oft enormen Bedarfs an Baumaterial. So dürften die Ziegel der ältesten Gebäude der Stadt, allen voran der Stadtpfarrkirche St. Johann und der Stadtmauer wohl alle dort gebrannt worden sein. Bei dem „Schreyberischen“ Hof könnte es sich um einen Besitz von Hans Schreiber handeln, dem 1442 erstmals schriftlich genannten Bürgermeister der Stadt Erding, dem auch die Gründung des Heilig Geist-Spitals im Jahr 1444 zugeschrieben wird.